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Die aktualisierte Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in der Praxis - Gefährdungsbeurteilungen am Beispiel Aufzüge

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die am 3. Oktober 2002 erstmalig in Kraft getreten ist, wurde nach langer Überarbeitungsphase durch den Gesetzgeber im Februar 2015 aktualisiert und ist in der neuen Version am 01. Juni 2015 in Kraft getreten.

Die BetrSichV regelt die sichere Bereitstellung und Verwendung von Arbeitsmitteln durch den Arbeitgeber und hat die Verbesserung des Arbeitsschutzes zum Ziel. Einen besonderen Stellenwert haben in der BetrSichV die überwachungsbedürftigen Anlagen, für die Prüfungen durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) verpfl ichtend sind. Zu diesen Anlagen gehören Aufzüge, Druckbehälter und explosionsgeschütze Betriebsmittel. Im Fokus der als Schutzziele formulierten Vorschriften steht die Pflicht zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen. Diese müssen auch zukünftig einer regelmäßigen Aktualisierung unterliegen. Bei Veränderung des Arbeitsumfeldes müssen gegebenenfalls auch Schutzmaßnahmen angepasst werden. Die Sanktionsmöglichkeiten bei Nichteinhaltung der Anforderungen der BetrSichV wurden vom Gesetzgeber deutlich erweitert.

Das Seminar gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über den Inhalt der BetrSichV mit Stand 2015 und deren Ziele. Die Verantwortung des Arbeitgebers und ihm Gleichgestellter (Betreiber) und die wesentlichen Änderungen werden herausgearbeitet und in Bezug auf ihre Umsetzung diskutiert. An einer Aufzugsanlage wird der Umgang Gefährdungsbeurteilungen im Sinne der BetrSichV erläutert und Hinweise für die betriebliche Umsetzung gegeben. Die besonderen Anforderungen für überwachungsbedürftige Aufzugsanlagen, schon beim ersten Inverkehrbringen, werden durch Fallbeispiele verdeutlicht. Als Teilnehmer des Seminars erhalten Sie die Möglichkeit, die Änderungen der Novellierung auf Ihre betriebliche Praxis einzuordnen und veränderte Anforderungen umzusetzen.

Inhalte

  • Die aktualisierte BetrSichV: Historie, Ziele und Anwendungsbereiche
  • Wer ist Arbeitgeber im Sinne der BetrSichV
  • Verantwortlichkeiten, Delegation von Verantwortung
  • Mitarbeiterschulung
  • Besondere Vorschriften für Aufzüge
  • Anforderungen und Beispiele zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen
  • Gefährdungsbeurteilung für eine Aufzugsanlage
  • Erstellung eines Maßnahmekonzepts
  • Prüfung und Instandhaltung von Arbeitsmitteln (inkl. überwachungsbedürftiger Anlagen)
  • Dokumentation der sich aus der BetrSichV ergebenden Pflichten (Prüfbücher, Anlagenkataster)

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Personen, die im Rahmen der Bereitstellung und Sicherheit von Arbeitsmitteln Verantwortung tragen oder Aufgaben wahrnehmen und damit die Anforderungen aus der neuen BetrSichV 2015 im eigenen Unternehmen umzusetzen und zu erfüllen haben.

Referent

Dr. Tobias Brendel, Dr.-Ing. Maschinenbau, Sachverständiger für Aufzugs- und Fördertechnik. Mitglied im Deutschen Ausschuss für Aufzüge (DAfA), Leiter der Fachgruppe Aufzugs- und Fördertechnik im Verband beratender Ingenieure (VBI) und Dozent der Akademie des Verbandes für Aufzugstechnik (VfA).