SLS und SLA
Verständigungungsformel zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und als Handwerkszeug FM-gerechter Bauplanung

Termin:                    2. Quartal 2012
Ort:                           Britische Botschaft, Wilhelmstraße 70-71, 10117 Berlin
Dauer:                      1 Tag
Teilnahmegebühr: zu erfragen

Veranstaltungsflyer mit mehr Informationen und Anmeldeformular: hier

Neben steigenden Qualitätsanforderungen rücken auch immer mehr die partnerschaftlichen Aspekte zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer in den Vordergrund professioneller Ausschreibungen. Vor dem Hintergrund einer nutzerspezifischen Bedarfsplanung und einer für die Leistungsbeziehung eindeutigen Leistungsdefinition ist es zwingend notwendig, für die Ausschreibung von Dienstleistungen im Bau und Facility Management, eine Grundlage für klare Regelungen in Bezug auf die Erwartungen des Auftraggebers an die Leistungen des Auftragnehmers in Form von Service Level Agreements (SLA) und damit verbundenen Leistungskennzahlen festzulegen und zu definieren.

Es werden Grundlagen für die Anwendungen von SLAs in der Vergabe, Durchführung und Kontrolle von Dienstleistungen durch ein grundlegendes Verständnis bei der Beschreibung von Leistungsanforderungen auf dem Markt der Dienstleister vermittelt.

Dazu gehören in erster Linie praktische Übungen zur Formulierung von Funktionsbeschreibungen/ Leistungsanforderungen für gängige infrastrukturelle Dienstleistungen an herkömmlichen Gebäuden, z.B. in der Reinigung und der Sicherheit.

Die Fähigkeit der Anwendung dieser Forderungskataloge in Ausschreibungsverfahren ist ein nächster Schritt für die Verbesserung der FM- Handlungskompetenz der beteiligten Mitarbeiter. Im Anschluss daran sollen darauf aufbauend Service Level Agreements für diese Leistungskataloge entwickelt werden. Sie dienen der nutzergerechten Regulierung der Soll-Ist-Abweichungen und werden als ein Kooperationsinstrument zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer verstanden.

Am Beispiel der Botschaft und weiteren PPP/ÖPP-Projekten wird klar, wie SLAs als ideales, partnerschaftliches Werkzeug im Rahmen lebenszyklusorientierter Planung eingesetzt werden können.

Inhalt

A. Kurzreferat PPP/ÖPP anhand praktischer Beispiele (Britischen Botschaft, Schulprojekt)
1. Das Idealmodell ÖPP (Lebenszyklusorientierte Ausschreibung)
2. Vorteile für Kunden und Betreiber
3. Output-Spezifikation (Übersicht und Beispiel: Raum / Klima)
4. SLA (Übersicht und Beispiel)
5. Kontroll-/ Vergütungssysteme (Bonus-Malus-System)

B. Ergebnisorientierung allgemein
1. Grundlagen und Nutzen der Ergebnisorientierung/ Output-Spezifikationen
2. Leistungsprofil und Risikotransfer als Grundlage der Ausschreibung einzelner SLAs
3. Rahmenbedingungen der Bedarfsdefinition (Funktionenanalyse, Eckdaten)
4. Qualitätsdefinition (KPIs: Key Performance Indicators)
5. Grundlagen und Strukturen für SLAs
6. Inhalte von SLAs, Leistungsstandards
7. Anbindung an Vergütungssysteme

C. Ergebnisorientierung an Beispielen

D. Workshop: Erstellung von SLAs anhand von Output-Spezifikationen

Referenten

Dr.-Ing. Florian Nitzsche, Dipl.-Ing. (Architektur), M. Eng. (Facility Management). Geschäftsführer
der DOMINO Projektentwicklungs GmbH sowie der value.FM Beratungsgesellschaft.
Vertretungsprofessur Facility Management an der Fachhochschule Münster.

Prof. Dr. Torben Bernhold, ist geschäftsführender Gesellschafter der ISFM – Institut für Site and Facility Management GmbH sowie Professor an der Fachhochschule Münster im Bereich Facility Management.